Bildungs- und Wissenschaftsstandort Bonn

Die JU Bonn spricht sich dafür aus, das vielfältige Bildungsangebot in Bonn zu erhalten und auszubauen. Unterschiedliche Schulformen, verschiedene Hochschulen sowie das vielfältige Angebot auf dem Ausbildungsmarkt ermöglichen die Förderung individueller Stärken und wirken sich so positiv auf die eigene Entwicklung aus.

Um den Übergang von der Schule in die Ausbildung oder in das Studium so leicht wie möglich zu gestalten, regen wir eine enge Vernetzung zwischen der Stadt, der Wirtschaft, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer und der Universität an. Hierzu können auch Berufsmessen beitragen.

Wir begrüßen außerdem eine engere Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen, z.B. durch finanzielle und materielle Unterstützung der Schulen. Schüler können auf diese Weise zusätzlich die Möglichkeit bekommen, mehr über Berufe und die Unternehmen zu erfahren.

Des Weiteren fordert die JU Bonn eine bessere Ausstattung der Bonner Schulen: Angefangen von Sachmitteln über zusätzliche nachmittägliche Angebote bis hin zu mehr Personal. Hierbei müssen auch die durch die Inklusion wachsenden Anforderungen berücksichtigt werden. Damit Inklusion gelingen kann, bedarf es neben geschulten Personals auch des erforderlichen behindertengerechten Inventars im Schulgebäude.

 

Die Wissenschaftsregion Bonn (Bonn, Rhein-Sieg-Kreis, Kreis Ahrweiler) hat sich zu einem der führenden Standorte für Forschung und Wissen entwickelt, die auch weit über die Region hinaus eng vernetzt ist. Dies ist nicht nur ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor, sondern auch für das gesellschaftliche Leben von großer Bedeutung. Neben den zahlreichen Bundeseinrichtungen wie dem Hauptsitz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte verfügt die Region mit der Universität Bonn, sechs Fachhochschulstandorten, der Alanus Hochschule, fünf Fraunhofer Instituten, drei Max-Planck-Instituten, dem Forschungszentrum caesar, der Deutschen Forschungsgemeinschaft e.V. (DFG), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, dem Deutsch Akademischen Austauschdienst e.V. (DAAD), der Hochschulrektorenkonferenz, der Leibniz-Gemeinschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und vielen weiteren Einrichtungen nicht nur über eine hohe Dichte, sondern auch über eine einzigartige Kombination von Wissenschaftseinrichtungen und Hochschulen mit Möglichkeiten zur interdisziplinären Forschung.

Die JU Bonn fordert daher, die Marke der Wissenschaftsregion Bonn auszubauen, um im Zuge der Internationalisierung der Wissenschaft im Wettbewerb um Standorte und qualifizierte Mitarbeiter mithalten zu können. Eine Bündelung der Kräfte unter anderem im Wissenschaftszentrum Bonn als Möglichkeit zum verstärkten Dialog der verschiedenen Einrichtungen sowohl untereinander als auch mit der regionalen Wirtschaft zur Förderung von Start-ups sieht die JU Bonn dabei ebenso als zielführend an wie eine intensivere Präsentation der Wissenschaftsregion Bonn auf bedeutsamen internationalen Fachmessen und eine verstärkte Vernetzung von Wissenschaftsförderung und Wissenschaftspolitik am Standort Bonn.

Dies ist nicht nur zum Erhalt der Arbeitsplätze dieses Sektors notwendig; der dadurch entstehende technische Fortschritt bietet auch weitergehend Chancen auf nachhaltigen und wachsenden Wohlstand sowie Antworten auf die globalen Herausforderungen unserer Generation.

Die JU Bonn begrüßt es, dass das Hausdorff Center for Mathematics und das Forschungsprojekt ImmunoSensation an der Universität Bonn als Exzellenzcluster vom Bund gefördert werden. Die JU Bonn erwartet darüber hinaus, dass diese auch weiterhin im Rahmen der neuen Exzellenzstrategie gefördert werden und fordert alle Beteiligten dazu auf, die Kriterien zur Bewilligung für weitere Mittel aus der Exzellenzstrategie so gut wie möglich zu erfüllen.