Internationaler Standort Bonn

Die Bundesstadt Bonn ist durch die Präsenz der UNO, des internationalen Konferenzzentrums, der Universität und der Bundesregierung ein internationaler Politikstandort mit kultureller Vielfalt. Dies ist nicht nur für die wirtschaftliche Entwicklung und die Sicherung der zahlreichen davon abhängigen Arbeitsplätze, sondern auch für die gesamte Region von zentraler Bedeutung. Die verbindliche Einhaltung des Berlin/Bonn-Gesetzes ist zwingende Voraussetzung für die dauerhafte Zukunftsfähigkeit für den Politikstandort Bonn.

Das Profil des Politikstandorts Bonn muss schwerpunktmäßig auf die Themen Internationales und globale Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Dazu muss die Vernetzung der in Bonn ansässigen Organisationen und Verbände mit der Verwaltung und der Wirtschaft weiter ausgebaut werden.

Der Bau des internationalen Konferenzzentrums WCCB ist ein wichtiges Signal für die Ausgestaltung des internationalen Profils Bonns. Dies und die Präsenz der UNO in Bonn stellen somit ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Region im Wettbewerb mit anderen Standorten dar. Dieses darf auf keinen Fall gefährdet werden. Vielmehr sollen weitere UN-Einrichtungen und internationale Organisationen sich in Bonn ansiedeln, damit sich der internationale Standort Bonn dauerhaft etabliert. Die Stadtverwaltung muss angehalten sein, den Ausbau des internationalen Profils Bonns stärker zu priorisieren und sich auf internationalen Messen, auch außerhalb Europas, zu präsentieren. Bonn sollte zur Steigerung der Bekanntheit auch offiziell UN-Stadt werden.

Hierzu gehört auch der Ausbau des internationalen Kindergarten- und Schulangebots sowie eine stärkere Präsenz der UNO im Bonner Stadtbild, um den UN-Standort zum einen in Bonn selbst als auch bundesweit stärker zu kommunizieren. Die Einrichtung des neuen DB-Haltepunktes „Bonn UN-Campus“ ist bereits ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, kann aber nicht die einzige Maßnahme bleiben.