Attraktive Innenstadt: Großprojekte ermöglichen und Heterogenität erhalten

Mit großer Sorge schaut die JU Bonn auf die Großprojekte der Bundesstadt. So wichtig die Mitbestimmung der Anwohner im kommunalen Bereich auch ist – Großprojekte dürfen nicht aufgrund einer kleinen, dafür aber lautstarken Minderheit aufgegeben, stillgelegt oder verzögert werden.

Wir begrüßen die Einigung zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und fordern Planungssicherheit für die beteiligten Investoren und die Bürger, damit die Neugestaltung zügig und ohne große Probleme bis zum Beethovenjahr 2020 abgeschlossen wird. Eine "Heute-so-morgen-so"-Politik, wie etwa der SPD beim Viktoriakarree, darf nicht wieder vorkommen. Auch kann die Entscheidung nicht von möglichen, künftigen Mietern abhängig gemacht werden.

Bezüglich des Viktoriakarrees fordern wir alle Beteiligten auf, konstruktive Lösungsansätze aufzuzeigen und eine schnelle Einigung anzustreben. Das Verfallenlassen eines ganzen Viertels, wie es durch die Politik von SPD und den Grünen gerade passiert, kann nicht im Interesse der Stadt sein. Das Umwerfen eines zukunftsorientierten Konzepts sowie die andauernden Streitigkeiten sind unserer Bundesstadt nicht würdig und schmälern das Vertrauen der Investoren in die Planbarkeit von Projekten zur Stadtentwicklung.

Proteste einzelner Bewegungen dürfen nicht zum Stillstand der Stadtentwicklung führen. Unternehmer müssen sich auf die Zusagen der Stadt verlassen können. Die Bürgerbeteiligung ist an vielen Stellen nützlich, doch muss sie dann auch gesamtstädtisch und zu einem sinnvollen Zeitpunkt erfolgen.

Bei der weiteren Entwicklung des Viktoriakarrees darf der für die gesamte Innenstadt wichtige Aspekt der Schaffung zusätzlicher Einzelhandelsflächen nicht außer Acht gelassen werden.