Bonner Bäder: Stillstand und Blockadepolitik beenden

Schwimmbäder sind für Jugendliche insbesondere während der Sommermonate ein beliebter Treffpunkt und eine hervorragende Gelegenheit zur sportlichen Betätigung. Mit großem Unbehagen nimmt die JU Bonn den über Jahre währenden Stillstand in der Bäderfrage zur Kenntnis. Zu oft standen nicht eine ergebnisorientierte Debatte und das gesamtstädtische Wohl im Mittelpunkt, sondern eine nicht zielführende Blockadepolitik einzelner Stadtbezirke und Interessenvertreter. Ein baldiger Totalausfall droht. Die JU Bonn begrüßt daher die gesamtstädtische Initiative des Bonner CDU-Oberbürgermeisters Ashok Sridharan ausdrücklich und fordert: Schluss mit Stillstand und egoistischer Blockadepolitik!

Den anvisierten Neubau eines Hallen- oder Kombibades am Standort Wasserland betrachtet die JU Bonn mit Wohlwollen. Die zentrale Lage und die gute Erreichbarkeit sprechen für die Realisierung der Planungen. Dass sich das Grundstück bereits im Eigentum der Stadt bzw. der Stadtwerke befindet sowie die Nähe zum Heizkraftwerk, lässt den Vorschlag in finanzieller und energetischer Hinsicht umso vernünftiger erscheinen.

Mit Blick auf die derzeitige Kassenlage der Stadt Bonn ist die Schließung einzelner Bäder zum großen Bedauern der JU Bonn offensichtlich unumgänglich. Bei der Schließung einzelner Bäder darf es dabei keine Tabus geben. Einige Punkte sollten jedoch besondere Aufmerksamkeit bei der Schließung sowie der Sanierung von Bädern erfahren:

  • Der laufende Schwimmbetrieb sollte eine geringstmögliche Einschränkung erleiden. Bestehende Bäder müssen bis zum Abschluss eines Neubaus bzw. der Sanierung anderer Bäder geöffnet bleiben!
  • Der Schwimmunterricht der Bonner Schulen hat Priorität! Die Anfahrtszeit von der Schule zum Bad sollte in der neu gestalteten Bonner Bäderlandschaft ebenfalls maximal 15 Minuten betragen.
  • Bei dem Neubau des Bades am Standort Wasserland begrüßen wir die Kombiplanung, die sowohl einen Sport- und Vereinsbereich, als auch einen Familien- und Wellnessbereich vorsieht. Für viele Jugendliche dient der Besuch eines Bades (ganz gleich ob Frei- oder Hallenbad) neben der sportlichen Betätigung auch der sozialen Interaktion. In anderen Worten: Ihnen geht es oftmals nicht darum, einsam ihre Bahnen zu ziehen. Hier stehen Spiel und Spaß im Mittelpunkt. Als eine der 20 größten Städte Deutschlands muss die Bundesstadt sich in der Lage sehen, auch diesen Bedarf zu decken.
  • Sollte die anvisierte Schließung des Frankenbades umgesetzt werden, muss das Grundstück im städtischen Eigentum verbleiben und der Frankenplatz als kulturelles Zentrum erhalten und ausgebaut werden. Eine Anschlussverwendung ist sicherzustellen.